JesulobDe Beitragsbild Poesie - Das Feld
Gedichte,  Lyrik,  Poesie

Das Feld

Wir gehen auf dem Feld zu Zweien, der Halm zerbricht durch unsern Schritt,
entlang den endlos scheinend Reihen, nehmen wir Gedanken mit.

Gehn wir weiter, schweigend, still, das Licht im Untergang der Sonne,
sich wärmend auf uns legen will, und Vögel fliegen auf mit Wonne.

Das Feld ist groß, das Ende weit, die Augen spannen diesen Raum
vom Horizont zu mir entzweit sich grüner Spitzen junger Traum.

Mein Freund brach jene Stille auf, Sein Blick nach vorn zum Lichte hin,
nur kurz beenden wir den Lauf, ich von dem Bild gefangen bin.

Er schaut auf mich, der Zweifel flieht, Gedanke wächst gen Himmel stark,
es Blumen aus den Ähren zieht, vom Boden, der durch Dürre karg.

Staub verwirbelt sich im Wind, herum um Ähren, Blumen, Gras,
da Blumen schönster Farben sind, als Maler Er im Himmel saß.

Mein Freund beugt Seine Knie zur Erde, pflückt die Blumen allesamt,
wirft sie empor, dass daraus werde ein blütenbogenbuntes Band.

So gehn wir weiter immerfort, das Band in Wellen sich verliert,
des späten Nachmittages Ort nur Schatten schöner Farben ziert.

Zeigt Er hinauf, dort wo ganz eben, der dunkelblaue Himmel liegt,
wo Winde sich durchs Wort beleben, der Mond entlang der Sonne zieht.

Wo sie sich vor die Sterne schieben, die millionenfach erglühn,
darunter Menschen sich verlieben, doch Menschen auch das Ende sehn.

Alsdann verstehe ich das Leben, wo Prüfungen das täglich Sein,
kann Jesus uns nur Hoffnung geben, ohne Ihn das Band ist Schein.

So ist es aus dem Nichts entstanden, für Ewigkeit Sein Wort befahl,
wird es vergehen weltlich Schanden, was einst erschaffen ist dann kahl.

Doch das nur um dann neu auf Erden, vom Anfang bis zum Ende schon,
von Ihm allein gemacht zu werden, zu Ihm gerufen auf den Thron.