JesulobDe Beitragsbild Poesie - Das Jahr des Lebens - Glaubenszeit
Gedichte

Das Jahr des Lebens – Glaubenszeit

… als Teil des Doppelgedichts „Das Jahr des Lebens“
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Winter

Aus des Leibes Schutz genommen,
entließ mich meiner Mutter Schoß,
bin ich in diese Welt gekommen
mit ersten Zügen Atemstoß,
mein Sein hier zu bekunden.

Als meine Augen sich dem Raum
langsam öffnen wird es hell,
ergreife gleich der Mutter Saum
ein erstes Mal, ich trinke schnell,
das Leben zu beginnen.

Ich fühle ihre Zärtlichkeit,
und unsre Lächeln sich berührn,
wir sehn uns an für lange Zeit,
kann die starke Wärme spürn;
und alles wird zu Träumen.

Frühling

Der Vater ruft mich zu sich hin,
ich dreh mich um und gehe,
er kam, als ich im Fallen bin
und hielt mich fest, ich stehe
bei ihm umarmt, geküsst.

Es gab noch so viel zu entdecken
und gern sprach er mit mir darüber,
so wie das „Ding“ mit vielen Ecken,
das ich sah, wenn er vornüber
zu mir gebeugt mir Schutz verhieß.

Er wurde der, den ich am Morgen
als erstes sah, wenn ich erwacht,
und abends nach des Tages Sorgen,
hat mir die Ruh zurückgebracht,
damit ich dieses Leben steh.

Sommer

Die Zeit des Lesenlernens kam,
mein Vater mir die Bibel gab,
ich las vom Kreuz, das Jesus nahm
und warum Er dort für uns starb;
dass sich mein Leben ändert.

Es wird geschehn, dass ich Ihn sehe,
mich deshalb freu von heute an,
und lausch dem Geist, bis ich verstehe,
was einzig nur mein Ziel sein kann,
Ihm wirklich nachzufolgen.

Er ist mein Fels, die Zuversicht,
und täglich kommt noch Kraft hinzu,
wo Dunkel war ist jetzt das Licht,
Erkenntnis bringt das Herz zur Ruh,
wie wunderbar der Glaube.

Herbst

Gott ist bei mir für alle Zeit,
grad wenn ich wieder mal verzage,
will bei mir sein und ist bereit
für meinen Herbst der Erdentage;
deckt mich mit Seiner Liebe zu.

Dann hör ich keine Lieder mehr,
doch in der Gnade aufgehoben,
erfreu ich mich der Hoffnung sehr,
und werd Ihn immer dafür loben,
den Herrn Jesus, meinen Gott.

Die Gebete werden leiser,
aber Er kann es verstehn,
ich werde niemals wirklich weiser,
so weiß ich doch zu ihm zu gehn,
um Gott allein zu preisen.