JesulobDe Beitragsbild Poesie - Der Winter mag kaum enden
Gedichte

Der Winter mag kaum enden

Der Winter dieser Welt im Rausch
ist lang und mag kaum enden,
gefroren ist mein Angesicht,
ich kann mich kaum noch wenden,
die Augen blicken hin und her,
ich such mich zu betrachten,
doch kann inmitten dieser Welt,
ich selbst auf mich nicht achten.

Drum such ich Dich, oh Herr, erscheine,
gewiss dem Kommen bald herab,
kommst dann als Licht im Morgenrot,
und scheinst mir auf mein Erdengrab.
Tau ich dann auf im Sonnenschein
und fühl mich bald wie neu belebt;
allein des Glaubens kann es sein,
dass mein Wollen zu Dir strebt.

Ich stehe auf und heb die Arme,
strecke mich zu Dir hinauf,
hoff in meinem Übermut,
dass ich mein Leben bei Dir kauf,
um nur zu sehen, Herr, ich weine,
dass Deine Gnade mich entrückt,
und nur von Dir hinaufgetragen,
mir mein ew’ges Leben glückt.