JesulobDe Beitragsbild Poesie - Irdische Vergänglichkeit
Gedichte,  Lyrik,  Poesie

Irdische Vergänglichkeit

Grüne Knospen sprießen am Baum am Wegesrand,
die Blätterformen fließen, als diese sie erkannt,
entfalten sich zur Größe, in der sie grüner Pracht,
aus zarter Triebesblöße zur Schönheit sind erwacht.

Der Wind bläst durch die Zweige vorbei an jungem Blatt,
dass sich ein Rauschen zeige gehört in weiter Statt,
wo tausend Blätter wiegen im Sommer schöner Wald,
wird Wärme bald verfliegen und Nächte langsam kalt.

Die Tageszeit nimmt stetig ab, aus grün wird gelb und rot,
die Blätter falln vom Baum herab, wie spürbar ist doch Not,
bis schließlich ihre Kraft zu Ende, und sie sich wiederfinden
an ihres Daseins Wende, wenn ihre Kräfte schwinden.

Dem Rauschen schwindet lauter Ton wenn Luft durch Äste dringt,
dann ists vorbei, doch sieht man schon, dass Hoffnung Leben bringt;
so bleibts doch stumm bei Dunkelheit und Kälte weicht nicht vor dem Licht,
es ist des Baumes Einsamkeit, die so des Lebens Anmut bricht.

Was bleibt ist hier die dunkle Erde und die Erinnerung ans Sein,
dass auch ich vergehen werde zu einem einst gewesnem Schein,
der nur für einen Sommer lang auf dieser Erde weilt,
und dann in einem letzten Gang den Lohn dafür erhält.

Wie bin ich froh, die Welt der Wunder von Deiner Schöpfung zu genießen,
bin ich fast tot, bin ich doch munter, weil neue Kräfte in mir fließen
im Glauben an das ew’ge Licht zu meinem Heil durch Jesus Christ,
erleb ich meinen Tod doch nicht weil Du allein Sohn Gottes bist.

Ich preise Dich für Deine Zeit auf Erden hier und weit danach,
bin ich ein Teil Barmherzigkeit und lebe wegen Deiner Schmach,
die Du am Kreuz getragen hast, ich liebe Dich, mein Gott,
bin ich auf Erden nur ein Gast, nimmst mich allein für immer fort.