JesulobDe Beitragsbild Poesie - Jesu Lohn
Gedichte,  Lyrik,  Poesie

Jesu Lohn

Ich steh vor einem Scherbenhaufen
und fühle mich verlassen, leer,
kann mir mit nichts mehr Zeit erkaufen,
es ist gar schmerzlich, doch so sehr
ich um des Lohnes meiner Welt
eile, dass sie doch nur fällt,
verliere ich des Lebens Sinn.

Ertrag ich dieses schwere Los,
schon viel zu lang, die Kraft verrinnt,
die Hände liegen mir im Schoß,
ein Jahr wie jeder Tag beginnt,
in dem ich nichts gehört, gesehen,
und das Herz wollt nichts verstehen,
von Deiner Liebe mir zum Trost.

Hab es gelesen, Gottes Wort,
doch immer wieder schlug ich’s zu,
Dein Buch des Heils und lief dann fort,
verwirrt zu sein, so wartest Du
doch auf den Diener Dir zur Ehr,
als heute schon das Morgen wär
und ich mich Dir gegeben hätt.

So sehr wünscht ich es zu erkennen,
da mein Geist auf falschem Weg,
mich von der Sünde loszutrennen,
steh ich auf Deines Teiches Steg,
der Mund ist tot, die Augen blind,
gibst Du den Glauben Deinem Kind,
durchs Wasser aufzustehn.

Erkannt ich nun der Liebe Kraft,
die mir in Dir verborgen war,
hatt ich es nur durch Dich geschafft,
Dich zu sehen, wunderbar,
dass Du, o Jesus, Gottes Sohn,
bist einzig der gerechte Lohn,
für uns in Ewigkeit zu leben.