JesulobDe Beitragsbild Poesie - Steiler Weg ganz flach
Gedichte

Steiler Weg ganz flach

Der Vater hat mich durch den Schlaf
mit Seiner Hand gehalten,
denn während eines Traums ich traf
auf Jesu Worte, wie sie hallten,
sie zu hören, zu verstehn,
inmitten der Gedankenwelt,
von nun an nur mit Gott zu gehn,
hat Er mich heute auserwählt.

Des Morgens, als ich aufgewacht,
wars deshalb, konnts kaum fassen
hab nur noch an die Schuld gedacht,
fortan wollt von ihr lassen,
weil sie es ist, die mich vom Heil
in Gottes Reich im Himmel trennt,
wohin der Weg schon jetzt sehr steil,
und oft hinauf die Zeit verrennt.

Als ich halb oben, merke ich,
dass der Weg mir viel zu lang,
sodass sich ein Gedanke schlich
in meinen müden Glaubensgang,
den andern Weg herum zu wählen,
obwohl er mir noch länger schien,
so müsste ich mich nicht so quälen,
um nur der Steile zu entfliehn.

Doch kurz bevor sich beide Wege
teilen zu dem gleichen Ziel,
blieb ich stehn, der Schritt war träge,
entkräftet ich zu Boden fiel,
bis mich erneut hat eine Hand
gehoben und auch hingestellt,
Herr Jesus wars, der mich hier fand,
überholt von meiner Welt.

Natürlich gingen wir den Pfad,
der schmal und steil zum Vater führt,
befolgte Seines Geistes Rat,
das Herz in mir die Liebe spürt,
die ich gebraucht als meine Speise,
zu Ihm zu schaffen meinen Weg,
ist Er auf meiner Glaubensreise,
das Boot, das Wasser und der Steg.