JesulobDe Beitragsbild Poesie - Taufe
Gedichte,  Lyrik,  Poesie

Taufe

Weil ich Ihn brauche, sehn ich mich nach Seiner helfend, starken Hand,
durch die in Zeiten schwerster Not ich wilde Wogen überwand,
wenn mich mein Glaube jener Welt
nicht mehr über Wasser hält,
verderbe ich der Zweifel wegen.

Es ist Sein Antlitz würdevoll, welches aus dem Nichts erscheint,
als ob es aus der Sonne kommt und unsre Blicke sanft vereint,
welch wunderbare Ruhe gar
trat ein im Augenschein, es war,
Sein Lächeln mir Gewissheit lieh.

Weswegen ich mich gleiten lass und folg dem Sog der Tiefe
in der die Töne leiser sind, der Raum der Weite nach entschliefe,
ist Wasser welches bitterkalt,
mir Röte malt auf die Gestalt,
mit dem Blick nach oben.

Fühl ich mich nun lebendig hier, vermag es kaum zu glauben,
und nichts umher ist groß genug, mir das Gefühl zu rauben
Gewissheit meiner Tränen Meer
mischte sich mit dem umher,
geschlossner Augen Träume.

Ist er denn nun auf mich gerichtet, lächelnd, fordernd, liebster Blick,
wird die Liebe wahrlich groß, die Sehnsucht weicht nie mehr zurück,
ein jeder Weg ist nun erlaubt,
das Leben hat den Tod beraubt,
was kommt, nach diesem Leben.

Momente fliegen durch die Zeit, in jedem ich die Tiefe nahm,
entfernte ich mich dieser Welt, und wahrlich ich Ihm näher kam,
glücklicher als je zuvor,
zusammen wir im Himmelschor
die Ewigkeit besingen.

Vollendet ist mein Wohl geborgen, so ist es möglich, kann es sein,
dass ich der Nacht heut hier entsag und niemals bleib ab jetzt allein,
wenn wir zusammen gehen;
im Leben wir bestehen;
wenn Deine Hand mich greift.

Die liebend Hand, die ich fest spürte und welche mich aus Tiefe barg,
auf dass die Luft zum atmen kam, nach oben aus des Wassers Sarg,
Seine Schulter schönster Ort;
umklammre ich, nie geh ich fort,
vom Bruder mein, dem großen.

Die Zeit ist lange noch nicht reif, mich Schönstem hinzugeben,
wie einfach ist der Grund dafür, mich wegzustehlen aus dem Leben,
möcht Er doch mich,
doch Ihn brauch’ ich,
zu ‚künden Jesu Christ.

Werde ich in kurzer Zeit wie heute vor ihm flehend stehn,
werde ich dann voller Freud mit rasend Herz zum Himmel sehn,
des Herren Drang,
bereit zum Gang
in Seine Herrlichkeit.