JesulobDe Beitragsbild Poesie - Unser aller Worte
Gedichte,  Lyrik,  Poesie

Unser aller Worte

Sechs Tage hat das Wort gebraucht, bis Es die Welt berief,
das Meer, das Land, den Wolkenzug, wo nur die Leere schlief
ist plötzlich Licht und reges Leben, der Vielfalt endlos große Zahl,
und Sterne ohne Grenzen kreisen im einstmal weltenlosen Saal.

Hielt Gott nicht solche Überzahl an Kraft und Schönheit inne,
wären wir ganz sicher hier, doch für des Menschen Sinne
ließ er den Regen Farben malen hoch am Himmelszelt,
für uns Genuss, doch ists für Ihn der Bund, wo Glauben zählt.

Doch wir sind aus dem Bund gefalln im Eifer für das böse Ziel,
wir haben Euphorie geliebt als Höhepunkt in einem Spiel,
das nichts als nur die Sünde bringt; ist es der Menschheit Fluch,
und haben dann das Wort erstickt mit Seines Vaters Tuch.

Für Sein Erbarmen gibts kein Maß, Er ist für immer Liebe,
die über all das Böse siegt, was ohne Ihn hier bliebe;
so ist doch unser Seelenheil ein Teil von Ihm geworden,
auf dass wir Ihm die Ehre sind mit unser aller Worten.