JesulobDe Beitragsbild Poesie - Was ich brauch'
Gedichte,  Lyrik,  Poesie

Was ich brauch

Erhaben stehst Du vor Dei’m Knecht,
der kniend seine Buße tut,
und wartest auf ein Wort von mir,
verlangt es meinen ganzen Mut.
Gebeugt beginne ich ganz leise;
gewiss der Sünden meiner Reise,
find mich doch in Deiner Hut.

Kaum bin ich fähig dir zu loben,
so sehr bedrückt mich Schuld vom Tag,
besinn ich mich dann auf Dein Wort,
entflieht die Last, die auf mir lag ,
und mich gleich wieder fröhlich stimmt
und gleichsam in mir Friede glimmt,
ohne den ich’s nicht ertrag.

Ist meine Buße dann die Freude
an Dir, Herr Jesus; ruf ich Dich,
mich anzuhören, oh ich klag,
lässt mich jetzt wieder nicht im Stich,
doch hältst mich fest in starken Ketten,
auf Dornen konnt ich mich nur betten,
das Leid der Schmerzen Hoffnung glich.

Erbarm Dich mir, Herr, meiner Seele,
ich nehm die Hand von Dir gereicht,
Dein Geist gewiss mich halten kann,
wird tiefstes Wasser dadurch seicht,
und Wogen glätten sich im Wort,
das Licht nimmt jede Nacht hinfort;
die Angst vor Finsternis mir weicht.

Bin ich geborgen Deiner Nähe,
ob ich Dich fühl ist mir nicht klar,
ich weiß nur, dass Du ewig bist
in meinem Herzen wunderbar,
Du mir vertraust weil Du mich liebst,
den Anfang weißt, das Ende gibst,
reih ich mich ein in Deine Schar.

Zum jenem Ende hin wir schauen,
egal woher Dein Kind gereist,
erwarten wir zum Glück der Zeit
Dein Wiederkommen, und Dein Geist
wird uns in Deinen Hort begleiten,
wir deshalb unser Herz bereiten,
und Buße uns die Richtung weist.

So knie ich hier vor Dir, mein Gott,
die Angst vor Dir verflog wie Rauch,
erheb nun meine Stimme fest,
Gewissheit ist wie Treue auch,
ein Teil des Heils durch Dich gebracht,
kommt nun Dein Licht nach finstrer Nacht,
ist’s das, was ich für mich nur brauch.